In kleinen Gruppen lernen Patientinnen und Patienten bei uns, wie man sich mit Unterarm-Gehstützen sicher bewegt, ohne das frisch operierte Bein zu belasten. Wie komme ich aus dem Bett? Wie überquere ich eine Schwelle? Wie drehe ich mich im engen Badezimmer oder steige eine Treppe? Das alles wird Schritt für Schritt praktisch geübt. Mit viel Ruhe, Geduld und fachlicher Kompetenz. „Wer den Umgang mit den Unterarm-Gehstützen schon vor der OP sicher beherrscht, startet mit einem klaren Vorteil in die Mobilisation danach“, erklärt Julia Fritz, Leiterin der Physikalischen Therapie. „Wir merken immer wieder, wie sehr das Training hilft, Ängste abzubauen und Selbstvertrauen aufzubauen. Manche kommen am Anfang noch zögerlich, gehen aber am Ende fast schon routiniert durchs Zimmer.“
Das Konzept hat sich bewährt: Statt Unsicherheit oder Angst vor dem ersten Aufstehen können alle schon am ersten postoperativen Tag aktiv an der Mobilisation teilnehmen. Studien zeigen, dass eine frühe, gezielte Vorbereitung nicht nur die Mobilität verbessert, sondern auch den Reha-Verlauf positiv beeinflusst. „Gerade für ältere Patientinnen und Patienten ist es enorm wichtig, möglichst frühzeitig wieder auf die Beine zu kommen“, betont auch Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Dr. Horst Schneider. „Das verringert das Risiko von Komplikationen wie Thrombosen oder Stürzen und stärkt gleichzeitig das Vertrauen in den eigenen Körper.“ Das Unterarm-Gehstützen-Training wird individuell angepasst und findet in enger Abstimmung mit dem ärztlichen Team statt. Wer bereits einen Operationstermin hat, bekommt einen entsprechenden Hinweis im Rahmen der OP-Vorbereitung. Das Training ist freiwillig, wird aber sehr empfohlen. Und auch Angehörige dürfen auf Wunsch mit dabei sein, wenn es um Unterstützung im Alltag geht.
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